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Robert Hooke
Der Engländer (geboren am 18 Juli, 1635 in Freshwater auf der Isle of Wight und gestorben am 3 März 1703 in London)
war einer der vielseitigsten Gelehrten des 17. Jahrhunderts. Seine Untersuchungen über Federn führten ihn auf mehr oder weniger
verbale Formen des nach ihm benannten Gesetzes, das er in der damals üblichen manieristischen Art in einem Anagramm wie folgt
zusammenfasste: CEIIINOSSSTTUU. Dechiffriert bedeutet dies "ut tensio sic vis", was man mit wie die Dehnung, so die Kraft
übersetzen mag. Mit seinem Zeitgenossen und Kollegen Isaac Newton verband Hooke Zeit
seines Lebens eine herzliche Feindschaft. Um Newton zu ärgern und darüber hinaus seine Prioritätsansprüche
zu wahren, publizierte er Schriften wie "A Decimate of the Centesme of the Inventions I Intended to Publish".
Im Übrigen wird berichtet, dass Robert Hooke aufgrund einer Pockenerkrankung in seiner Jugend äußerlich
nicht sonderlich reizvoll gewesen sein soll. Diesem Umstand muss man es wohl zuschreiben, dass wir nur über sehr wenige Porträts
verfügen, auf denen er (geschönt?) zu sehen ist. In jedem Fall bezeichnete ihn Newton wegen seiner
körperlichen Unzulänglichkeiten auch gerne als den Zwerg, und dies zeigt wieder einmal die Eloquenz großer Geister. Wie es bei
intimen Feinde oft der Fall ist, finden sich in den Biographien Hooke`s und Newtons
teils vollkommen antagonistische Charakterzüge.
In Kathy A. Miles kurzem Internetlebenslauf von Robert Hooke ("Seeing Further,
The Legacy of Robert Hooke") lesen wir: "Hooke moved through Westminster, to Oxford
University, working his way through as a servant as had Newton in Cambridge. At Oxford,
Hooke met Physicist Robert Boyle, becoming his paid assistant. During his time with
Boyle, their greatest accomplishment was the construction of the air pump. Hooke stayed
with Boyle until 1662 when Boyle helped Hooke secure the job as Curator of
Experiments for the Royal Society. No job could have suited Robert
Hooke more, and most other scientists less, than the job of Curator of Experiments."
Seine Aufgabe bestand darin, drei oder vier größere Experimente zu beaufsichtigen und sie bei der Royal Society vorzuführen.
Inhaltlich konnten die Experimente durchaus variieren. Sie hatten zwar alle mit Naturwissenschaft zu tun, manche waren jedoch aus
dem Gebiet der Chemie, dann wieder aus der Astronomie und teilweise sogar aus der Biologie. Es war die Zeit der Neugier und
alles musste untersucht und verstanden werden. Nicht immer waren es interlektuell erquickliche Unternehmungen, aber
Hooke führte sie alle exzellent für vierzig Jahre bis zu seinem Tode durch. Ähnlich wie sein Kollege
Halley war Hooke auch Ephemerem nicht abgeneigt, solange es nur naturwissenschaftlichen
Inhalt hatte, was ihn für den Job als Kurator der Experimente geradezu prädestinierte, ganz im Gegensatz zu seinem Intimfeind Sir
Isaac, den eine solche Aufgabe wohl eher frustriert, wenn nicht sogar an den Rand des Wahnsinns getrieben hätte. Anders als
Newton, der erbarmungslos an einem einzigem Problem arbeitete, bis er es völlig durchdrungen hatte, sprang
Hooke von einem Thema zum nächsten, wobei er neue Konzepte gleich um konkreten Anwendungen bereicherte. Auch
in anderer Hinsicht waren Hooke and Newton sehr verschieden. Newton
zog sich gern zurück, speiste kaum außer Haus, während Hooke mehr den Charakter eines Lebemannes hatte und
gern in Kaffeehäusern Hof hielt. Dort dinierte er und blieb oft bis zwei Uhr morgens, trank gern, rauchte und trieb Konversation
mit seinen Freunden. Obwohl weder Newton noch Hooke je heirateten, war
Hooke, im Gegensatz zu Sir Isaac, offenbar zu amourösen Gefühlen fähig. Er verliebte sich
zum Beispiel in seine Nichte, Jane Hooke, die im Gresham College die Hauswirtschaft führte. Allerdings wurde
seine Leidenschaft nur begrenzt erwidert, und Jane blieb ihm nicht treu. Möglicherweise war seine Arbeit als Kurator allzu
besitzergreifend, um dem Thema Liebe auf Dauer die gebührende, stete Aufmerksamkeit zu schenken. Allerdings wurde seine Arbeit,
die er so treu und voller Leidenschaft pflegte, später auch gegen Hooke verwendet und als
Stückwerk bezeichnet. Miles schreibt weiter "In 1666, after the Great Fire of London, he was appointed
surveyor of London, and designed many buildings including Montague House, the Royal College of Physicians, Bedlam and Bethlehem
Hospital. In 1677, after Henry Oldenburg's death, Hooke succeeded him to the post of
Secretary of the Royal Society while still maintaining his responsibilities as a Curator. Hooke continued in
this capacity until 1683 when the post of secretary was filled by Richard Waller who would eventually write
Hooke`s biography. Hooke continued as curator and with his interest in architecture, an
interest he shared with Christopher Wren, though Wren practised it far more diligently
as an occupation. The two conversed often about the subject of architecture. While Wren was constructing
St. Paul's Cathedral, his greatest work, Hooke assisted in modifying the great arches of the structure. And
when the Royal Observatory was under construction, references appear about Hooke's connection with that,
though precisely to what degree is not known."
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