mechANIma

Isaac Newton (1642-1727) war unzweifelhaft eines der größten naturwissenschaftlichen Genies. Um seine Entdeckungen zu würdigen, ist kein Superlativ zu gewagt, und sein soeben zitiertes Prinzip actio=reactio ist in der Tat nur ein Stein in dem unendlich großen Ozean der Wahrheit, der vor ihm lag und den er entdeckte, um seine eigenen Worte zu paraphrasieren. Auch seine menschlichen Qualitäten genügen Superlativen, allerdings wohl eher im negativen Sinne. Dem Internet entnehmen wir: "Newton was rigorously puritanical: When one of his few friends told him" a loose story about a nun," he ended their friendship. He is not known to have ever had a romantic relationship of any kind, and is believed to have died a virgin. Furthermore, he had no interest in literature or the arts, dismissing a famous collection of sculpture as "stone dolls." In short, Newton was a mathematical mystic, convinced that he shared a privileged relationship with God, and obsessively devoted to finding how He had constructed the universe. He thought of himself as the sole inventor of the calculus, and hence the greatest mathematician since the ancients, and left behind a huge corpus of unpublished work, mostly alchemy and biblical exegesis, that he believed future generations would appreciate more than his own." Besonders berüchtigt ist sein Prioritätsstreit mit Leibniz, die Entdeckung der Differential- und Integralrechnung betreffend, worauf auch das Zitat anspielt.So wurde Leibniz von der Royal Society aufgefordert, seine Ansprüche vorzutragen und zu begründen aber Newton (als wichtigstes Mitglied und Präsident) sorgte dafür, daß die Karten "richtig" gemischt wurden, indem er das Untersuchungskomitee mit seinen Anhängern besetzte und zur Sicherheit den Endbericht selber schrieb. Angeblich sei es sein schönster Tag gewesen zu sehen, wie Leibniz seelisch zerbrach, was zeigt, daß man auch ohne "romantic relationships" seinen Spaß haben kann. In diesem Sinne war er auch dem Geld nicht feindlich gesonnen, denn er wurde in seinen späteren Jahren Warden and Master of the Mint, eine recht lukrative Stellung neben seiner Position als Cambridge Professor. Von jeder geprägten Münze erhielt er nämlich seinen Anteil, was sich in einem Jahr zu 1000 Pfund akkumulierte. Newton starb als reicher, allerdings dem Bericht nach geiziger Mann. Abschließend sei bemerkt, daß Newton's Charakter auch für den freudianisch geprägten Psychoanalytiker von Interesse sein könnte, denn wir lesen im Internet : "Frank E. Manuel, in his bold portrait of Isaac Newton (1963), suggests that Newton's ferocity in his arguments with Hooke, Flamsteed, and Leibniz, is the result of the deprivation of his mother when she married Barnabas Smith and moved away from him for seven years. Having lost his mother for a time, Manuel speculates that Newton ever afterward fought hard to keep what he thought was his, especially all the fruits of his genius. Westfall argues more cautiously that no empirical evidence can confirm or disprove such an "analysis." (Never at Rest, p. 53n.)".