Pierre Simon de Laplace wurde am 28. März 1749 in Beaumont-en-Auge (Normandie) geboren und zwar im Gegensatz zu vielen anderen berühmten Naturwissenschaftlern in eine begüterte Familie. Er starb am 5. März 1827 in Paris. Laplace studierte zunächst in seiner Geburtsstadt, um sich im Jahre 1766 schließlich an der Universität Caen einzuschreiben. 1768 geht er von dort weg nach Paris, allerdings ohne einen Abschluss, und arbeitet dort zusammen mit dem berühmten Mathematiker und Mechaniker D'Alembert bis zu dessen Tode im Jahre 1773. Danach beschäftigt ihn die Ecole Militaire und im Jahre 1773 wird er Mitglied an der Académie des Sciences, wo er es bis zum Chefmathematiker schafft. Er bringt es zu großen Verdiensten in der Himmelsmechanik, und seine Forschungen kulminieren in einem fünfbändigen Werk mit dem Titel Traité de Mécanique Céleste. Ihm haben wir insbesondere die Hypothese der Bildung unseres Sonnensystems durch gravitationsinduzierte Kontraktion aus einem Nebel heraus zu verdanken. Trotz seiner wissenschaftlichen Neigungen scheint Laplace aber auch über ein gehöriges Maß an sozialer Intelligenz verfügt zu haben, denn er überlebt die Französische Revolution, ohne Schaden zu nehmen. Im Gegenteil, alle Despoten gleich welcher Couleur loben ihn. Unter Naploleon wird er in den Französischen Senat gewählt, und nach dessen Fall wird ihm sogar der Titel eines "Marquis" verliehen und zwar ohne vorher einen Konsul Weyer bezahlt zu haben.
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