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Jean Baptiste Joseph Baron de Fourier wurde am 21. März 1768 in Auxerre in der Bourgogne geboren und starb am 16.5.1830 in Paris. Er war ursprünglich nicht von adliger Herkunft, sondern vielmehr der Sohn eines Schneiders, der ihn eigentlich in klerikalen Diensten wissen will. Fouriers Interesse für die Mathematik und Naturwissenschaften ist jedoch stärker, denn wie er in einem Brief an seinen Mathematikprofessor Bonard ehrgeizig betont, hätten Newton und Pascal in seinem Alter von 21 Jahren bereits unsterbliche Leistungen vollbracht. Mit der geplanten Priesterweihe wird es also nichts, mit einem intensiven Studium der Mathematik allerdings zumindest vorläufig auch nichts, denn die Französische Revolution setzt ein und der junge Fourier begeistert sich für die damit verbundenen Ideen. Die Ernüchterung jedoch setzt schnell ein, denn der Terror regiert und unglücklicherweise verteidigt Fourier in Orleans Anhänger der falschen Fraktion, was ihn 1794 ins Gefängnis bringt. Doch Robespierre kommt selbst auf die Guillotine, der politische Wind dreht sich, Fourier wird wieder freigelassen und beginnt endlich an der Ecole Normale in Paris zu studieren. Sein Lehrmeister ist der berühmte Lagrange, der ihn als einen unter den ersten Wissenschaftlern Europas ansieht. 1797 wird Fourier Lagrange's Nachfolger und auf den Lehrstuhl für Analysis und Mechanik der Ecole Polytechnique berufen. Hier wird er als sehr guter Lehrer gerühmt, um seine Forschung jedoch ist es noch nicht weit bestellt. Uns so wird Fourier 1798 schließlich Napoleons wissenschaftlicher Berater und begleitet diesen während seines Ägyptenfeldzuges. Er ist Mitentdecker des Steins von Rosette und stellt seine Fähigkeiten als Verwalter und Gründer wissenschaftlicher Institutionen in Ägypten unter Beweis. Diese Aufgabe erledigt er wohl nicht ganz schlecht, denn Napoleon hindert ihn daran, seiner Stellung als Professor weiter nachzugehen und macht ihn stattdessen einfach zum Präfekten über das Departement d'Isère. Fourier ist darüber nicht sehr glücklich und merkt einmal mehr, wie schnell man zum Spielball der wahrhaft Mächtigen werden kann. Immerhin nützt er die Zeit zu etwas Nützlichem, indem er den Bau einer neuen Strasse zwischen Gronoble und Turin beaufsichtigt, die noch heute in Betrieb ist. Auch bleibt genug Zeit zum Forschen, und er veröffentlicht seine berühmte Arbeit De la propagation de la chaleur, in der er die Wärmeleitungsgleichung aufstellt, und beginnt sie zu lösen, eben mit Hilfe der nach ihm benannten trigonometrischen Reihenansätzen. Dafür verleiht ihm Napoleon 1808 die Würde eines Barons, was zeigt, dass Wissenschaft einen manchmal auch im gesellschaftlichen Leben weiterbringen kann. Seine Arbeit wird kontrovers diskutiert, 1811 gibt man Fourier dafür zwar einen Mathematikpreis, bemängelt allerdings seinen Zugang zu den Gleichungen und Mangel an Allgemeinheit, wie Reviewer wissenschaftlicher Arbeiten auch heute noch gerne kritisieren. Man kann jedoch sagen, dass Fourier sein Leben der Wärme quasi widmete. So vermerkt der amerikanische Science (Fiction) Autor Issac Asimov: Fourier believed heat to be essential to health so he always kept his dwelling place overheated n swathed himself in layer upon layer of clothes. He died of a fall down the stairs.