Gotthilf Heinrich Ludwig
Hagen (03.03.1797-03.02.1884)
stammt aus Königsberg und ist bei Wasserbauern und Physikern durch das u. a.
nach ihm benannte "Hagen-Poiseuillesche
Gesetz" bekannt. Sein Lebenslauf wurde geprägt durch die aufblühenden
Naturwissenschaften an der Universität Königsberg zu Beginn des 19.
Jahrhunderts. In der Tat studiert er zunächst Mathematik und Astronomie bei dem
berühmten Mathematiker, Physiker und Astronomen Friedrich Wilhelm
Bessel, wechselt dann aber zum
Baufach und legt hierin 1822 die Staatsprüfung in Berlin ab. Sein Spezialgebiet
ist der Wasserbau und folgerichtig wird er über Stationen in Königsberg, Danzig
und Pillau schließlich in Preußens Hauptstadt zum Oberlandesbaudirektor im
Dezernat Wasserbau ernannt. Seine Aufgaben umfassen die Überprüfung der großen
Wasser- und Hafenbauten Preußens und anderer deutschsprachiger Staaten. Seine
steile Karriere beruht nicht zuletzt auch auf seiner wissenschaftlichen
Tätigkeit. Er schreibt als Erster in deutscher Sprache ein (dreibändiges)
Standardwerk mit dem Titel "Handbuches der Wasserbaukunst". Weiter
veröffentlicht er zwischen 1840-1865 über dreißig Publikationen. Hierfür wird er
1843 Ehrendoktor an der Universität Bonn und Alexander v.
Humboldt sorgt dafür, dass er die
Mitgliedschaft in der Berliner Akademie der Wissenschaften erhält.
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